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Dr. Christoph Baumer, 1952 geboren, ist ein führender Erforscher Zentralasiens und Tibets. Auf seinen zahlreichen Expeditionen gelangen ihm mehrere wichtige Entdeckungen in den Bereichen Archäologie und Kunstgeschichte. In Tibet fand er die ältesten noch erhaltenen Wandmalereien des Bön aus dem frühen 15. Jh., in der Wüste Taklamakan leitete er 1994, 1998 und 2003 drei internationale Expeditionen. Dort stieß er bei der Wiederentdeckung der antiken Ruinenstadt Dandan Oilik auf unbekannte buddhistische Wandmalereien aus dem 8.Jh.n.Chr. sowie auf ein einzigartiges, kleines Manuskriptfragment in mittelkhotanesischer Sprache und Brahmi-Schrift aus dem 7./8. Jh. In der Ruinenstadt Endere entdeckte er zwei mit Kharoshthi beschriebene Steintafeln aus dem mittleren 3. Jh. n. Chr., die neue Erkenntnisse über die Verbreitung des Mahayana-Buddhismus entlang der Südlichen Seidenstrasse lieferten. Im östlichen Teil der Wüste Taklamakan nördlich Qiemos fand seine dritte Expedition als erste 5000-6000 Jahre alte Spuren aus dem älteren Neolithikum.
Baumer ist international bekannt durch seine Bücher, Magazinbeiträge, Radiosendungen und Dokumentarfilme. Seine Werke, alle mit Bildern des Autors illustriert, wurden bis heute in sechs Sprachen veröffentlicht. Er ist Fellow der Royal Asiatic Society of Great Britain and Ireland, der Royal Geographical Society, London und Mitglied des Explorers Club, New York.
Die folgenden Bücher sind im Buchhandel oder bei www.amazon.de resp. www.amazon.com erhältlich.
Deutsch
Der Bön. Die lebendige Ur-Religion Tibets. Akademische
Druck- und Verlagsanstalt Graz 1999. www.adeva.com
ISBN 3-201-01723-X
Die Südliche Seidenstrasse. Inseln im
Sandmeer. Versunkene Kulturen der Wüste Taklamakan. Verlag
Philipp von Zabern, Mainz 2002. www.zabern.de
ISBN 3-8053-2845-1
Ost-Tibet. Brücke zwischen Tibet und China. (Co-Author:
Therese Weber) Akademische Druck und Verlagsanstalt, Graz 2002. www.adeva.com
ISBN 3-201-01788-4
Frühes Christentum zwischen Euphrat und Jangtse.
Eine Zeitreise entlang der Seidenstrasse zur Kirche des Ostens.
Verlag Urachhaus, Stuttgart 2005. www.urachhaus.de
ISBN 3-8251-7450-6
Wutai Shan. Mittelpunkt des chinesischen Buddhismus. Klöster
und Pilger am heiligsten Berg Chinas.
Detjen-Verlag 2008. kontakt@Detjen-Verlag.de
ISBN 978-3-937597-29-4
Zeitreisen zu verborgenen Kulturen. Entdeckungen in Innerasien.
Akademische Druck- und Verlagsanstalt Graz 2008. www.adeva.com
ISBN 978-3-201-01903-3
Englisch
Tibet's Ancient Religion. Bön. Weatherhill and
Orchid Press 2002. www.orchidbooks.com
ISBN 974-524-011-7 (Asia & Europe), ISBN 0-8348-0517-0 (Americas)
Southern Silk Road. In the Footsteps of Sir Aurel Stein and
Sven Hedin. 2nd revised edition, Orchid Press, Bangkok 2003.
www.orchidbooks.com
ISBN 974 8304-39-6 (Soft Cover), ISBN 974 8304-38-8 (Hard Cover)
Eastern Tibet. Bridging Tibet and China. Orchid Press.
www.orchidbooks.com
ISBN 974-524-064-8 Oct. 2005.
The Church of the East. An illustrated History of Assyrian Christianity.
I.B. Tauris, London 2006. www.ibtauris.com
ISBN 1 84511 115 X
Traces in the Desert. Journeys of Discovery across Central Asia.
I.B. Tauris, London 2008. www.ibtauris.com
ISBN 978 1 84511 337 7
China's Holy Mountain . An Illustrated Journey into the Heart of Buddhism.
I.B. Tauris, London 2011. www.ibtauris.com ISBN 9781848857001
Russian
Sledi B Pustine. Veche Publishing, Moscow 2009. ISBN
978-5-9533-3931-5
PD Dr. Dr. Wassilios Klein lehrt Vergleichende Religionswissenschaft an der Universität Bonn.
Foto © by W. Klein
Die folgenden, mit Eurasien in Zusammenhang stehenden Bücher sind im Buchhandel oder bei
www.amazon.de resp.
www.amazon.com erhältlich.
W. Klein: Das nestorianische Christentum an den Handelswegen durch Kyrgystan bis zum 14. Jh. Brepols, Turnhout (www.brepols.net) 2000. ISBN 2-503-51035-3.
Die Mission des sogenannten "nestorianischen" Christentums in Asien ist ein erstaunliches Kapitel der Religionsgeschichte. Ohne irgendeine Unterstützung durch Herrscher oder Staaten und unabhängig von den wichtigen westlichen Kirchenzentren Rom, Konstantinopel, Alexandreia und Antiocheia hat die ostsyrische Kirche nicht nur so viele Jahrhunderte überlebt, sondern sie hat sich über die Seidenstraße durch viele Teile des asiatischen Kontinents ausgebreitet. Das vorliegende Buch konzentriert sich zum ersten Mal auf eine umgrenzte Region, den nördlichen Zweig der Seidenstraße in dem heutigen Staat Kyrgyzstan. Der Leser wird in die politische und religiöse Umwelt eingeführt, die geprägt ist vom Wettbewerb von Zoroastrismus, Manichäismus, Buddhismus, Schamanismus und Islam. Archäologische und literarische Quellen und insbesondere viele Grabsteininschriften werden nicht nur vorgestellt und diskutiert, sondern zum Leben erweckt. Die Erfahrungen des Christentums an der Seidenstraße können uns helfen, die Entwicklung unserer modernen Welt zu verstehen.
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Wolfgang Gantke, Karl Hoheisel u. Wassilios Klein: Religionsbegegnung und Kulturaustausch in Asien, Studien zum Gedenken an Hans-Joachim Klimkeit , Harrassowitz, Wiesbaden 2002. ISBN 3-447-04574-4.
Hans-Joachim Klimkeit (gest. 7. Feb. 1999) hat sein Lebenswerk der Religionswissenschaft gewidmet und sich dabei besonders der Religionsbegegnung in Asien verschrieben. Zahlreiche seiner Publikationen widmeten sich dem Zusammenleben der verschiedensten Religionen an der Seidenstraße. Die Gedenkschrift bietet zunächst einen in dieser Vollständigkeit einmaligen Überblick über sein Leben und Werk. 18 Beiträge greifen verschiedene Themen seiner Forschung auf und reichen von religionshistorischen Fragestellungen zum Zoroastrismus, Manichäismus, Buddhismus, Schamanismus, Judentum, Hinduismus, Christentum, Islam bis hin zu religionsübergreifenden systematischen Fragestellungen.
Wassilios Klein (Hg.): Syrische Kirchenväter , Kohlhammer, Stuttgart 2004 (Urban-Taschenbücher 587), ISBN 3-17-014449-9.
Neben den lateinischen und den griechischen Kirchenvätern haben die syrischen Kirchenväter eine dritte kirchenschriftstellerisch schöpferische Tradition hervorgebracht. In Sprache und Mentalität können die Syrer mit Recht eine große Nähe zu Jesus Christus für sich beanspruchen, und syrische Theologen waren es, die aristotelische Schriften an die Araber weitergaben, die sie ihrerseits Europa vermittelten. In 18 Einzeldarstellungen werden syrische Kirchenväter von Aphrahat dem Persischen Weisen († 345) bis Gregorios Bar Hebraeus († 1286)
vorgestellt.
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Abu Reyhan Biruni und die Religionen.
Eine interkulturelle Perspektive
ISBN 3-88309-317-3; 149 Seiten; Preis: 10 EURO; Bezug: www.bautz.de
Der Fokus des Buches soll darauf liegen, die von echtem Interesse geprägte Herangehensweise an Fremdes und die empirische Methode al-Birunis (973-ca.1050) als typisch für die Seidenstraße darzustellen. Die Seidenstraße mit ihren Verzweigungen und "Zubringern" bot mit ihrem internationalen Fernhandel nicht nur eine vorzügliche Plattform für interkulturellen Austausch, für die Weitergabe von technischen Fertigkeiten und Kenntnissen und für interreligiöse Beeinflussung und Wanderung von Erzählstoffen. Sie ist außerdem mit der religiös und ethnisch weitgehend toleranten Grundhaltung der dort lebenden Bevölkerung zum Wohle des Handels und des Wohlstands ein hochinteressantes Modell für das Zusammenleben verschiedener Kulturen. Biruni ist eine hervorstechende Persönlichkeit dieser Kultur. Mit seinen natur- und kulturwissenschaftlichen Interessen verbunden mit seiner Experimentierfreudigkeit mutet er sehr modern an und ist bestens geeignet, heutigen Lesern Denkanstöße zu geben.
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„Tatarenjoch“? Beobachtungen zur
Wahrnehmung des Islam im eurasischen Raum
ISSN 1618-7555, ISBN 3-9809090-1-8; 30 Seiten; Gratis; Bezug: Universität Erfurt, Philosoph. Fakultät, Lehrstuhl für Orthodoxes Christentum, Nordhäuser Str. 63, D-99089 Erfurt. E-Mail: diana.pueschel@uni-erfurt.de
In dem Heft geht es um die Untersuchung der Beziehungen zwischen dem Islam und dem russischen orthodoxen Christentum in Zentralasien. Es zeigt sich, dass die üblichen Konfliktthesen zu kurz greifen. Wegen seiner räumlichen Nähe zum Islam und verschiedenen historischen Umständen hat das russische orthodoxe Christentum eine andere Stellung zum Islam eingenommen als das westliche Christentum. Neben dem Aufkommen des Mythos vom "Tatarenjoch" zeigt sich – gerade in Zentralasien - ein ausgesprochen freundschaftliches Miteinander. Diese Variante der Quellenrezeption in der Gegenwart wird vor dem Hintergrund der russischen Religionsgeschichte analysiert und erklärt.

Prof. Therese Weber, Dozentin an der Fachhochschule Nordwestschweiz
• Die Kulturgeschichte des Papiers, mit 200 brillanten Farbfotografien
• Ein Überblick über die asiatischen Länder, in denen das Papier bis heute in traditioneller Weise hergestellt wird
• Papierstoff (Pulpe) als moderne Gestaltungsform und künstlerisches Ausdrucksmittel
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| Die Sprache des Papiers |
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| Eine 2000-jährige Geschichte |
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220 Seiten, 200 Farbfotografien, gebunden
EUR 39.90 (D)/CHF 66.–
Format: 23,5 x 26 cm
ISBN 3-258-06793-7
Haupt Verlag
E-Mail:
verlag@haupt.ch |
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Der Inhalt
Papier ist der Kulturträger schlechthin. Dank der Erfindung dieses praktischen Beschreibstoffes ist
viel Wissen über die Vergangenheit tradiert und bis heute gespeichert worden. Seine Ursprünge
liegen im Fernen Osten, wo bereits in vorchristlicher Zeit eine erste papierähnliche Faserfläche
aus Hanf entdeckt wurde. Die Kenntnisse über die Papierherstellung versuchten die Chinesen
zwar geheim zu halten, dennoch fand das Papier seinen Weg nach Korea, Japan und über die
Seidenstraße in den arabischen Raum. In Europa hielt das Papier erst im 13. Jahrhundert Einzug,
doch nach der Erfi ndung des Buchdrucks im 15. Jahrhundert und der Langsieb-Papiermaschine im
18. Jahrhundert war der Papierrausch nicht mehr aufzuhalten. Aus dem Rohstoff Papier wurden
Geldscheine und Pamphlete, Heißluftballone und architektonische Bauelemente hergestellt.
Papier ist aber mehr als ein flächiger Werkstoff, den man beschreiben kann. Welche Funktionen
es in verschiedenen Regionen in Form von religiösen Glückszetteln und Götterbotschaften, als
politisches Machtinstrument oder als künstlerisches Gestaltungselement einnimmt, ist Gegenstand
eines separaten Kapitels.
Die traditionellen Methoden der Papierherstellung haben sich in Japan, China, Tibet, Indien oder
Myanmar bis in die Gegenwart gerettet. Die Autorin hat alle diese Länder bereist und berichtet,
wie Papierbogen in kleinen Papiermacherdörfern nach alter Sitte geklopft, gegossen und geschöpft
werden. Daraus entsteht Papier für wunderschöne architektonische Elemente, Papierobjekte
oder Textilien aus Papiergarn, die heute auch im Westen sehr gefragt sind.
Die Faszination des Papiers wie auch das Arbeiten mit Papierpulpe haben gegen Ende des
20. Jahrhunderts eine neue Bewegung, den Papierismus, ausgelöst. In einem Galerieteil werden
exemplarisch Werke internationaler Künstler wie Robert Rauschenberg, Franz Gertsch, David
Hockney oder der Autorin Therese Weber vorgestellt.
Die Autorin
Therese Weber ist Dozentin an der Fachhochschule Nordwestschweiz für Bildnerisches
und Technisches Gestalten. Als Gastdozentin war sie u. a. an der National University of
Australia in Canberra tätig.
Seit 1985 beschäftigt sie sich mit asiatischer Kultur, besonders mit den geschichtlichen, kulturellen
und kunsthistorischen Zusammenhängen von Papier und dessen weltweiten Verknüpfungspunkten.
1988 wurde ihr erstes Buch Washi – Vergangenheit und Gegenwart der japanischen Papiermacherkunst
veröffentlicht. Ihr letztes Buch Osttibet, Brücke zwischen Tibet und China, das sie
zusammen mit Christoph Baumer publiziert hat, folgte im Herbst 2002.
Therese Weber genießt als Kunstschaffende internationale Anerkennung. Ihre Werke sind in privaten
Sammlungen und in öffentlichen Institutionen im In- und Ausland vertreten. 1992–1996
war sie Präsidentin der IAPMA, International Association of Papermakers and Paperartists, die sie
mitbegründete.
Therese Weber ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie die künstlerische Beschäftigung mit
dem Werkstoff Papier in Geschichte und Traditionen dieses Handwerks führt. Ihre Kunstwerke
entstehen nicht durch die Bearbeitung von Papier als Trägermaterial, sie beginnen bereits bei der
Rohfaser, aus der Papier entsteht. In einem eigenen Verfahren schöpft und kreiert sie ihre Werke.
Dies führte sie zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Handwerk des Papiermachens.
Sie beschäftigte sich intensiv mit den historischen Wurzeln, aber auch mit den Eigenheiten
und Techniken der Papierherstellung in verschiedenen Kulturen.
Die Besonderheit des Buches
Dieser Ansatz macht das Buch einzigartig. Denn neben einem Überblick über die 2000-jährige
Geschichte des Papiers beschreibt Therese Weber auch die symbolischen Aspekte des Zeichenträgers
Papier. Vor allem aber liefert sie einen einmaligen Einblick in traditionelle Techniken der
Papierherstellung, wie sie heute noch in Asien von einzelnen Papiermachern gepflegt werden. Sie
beschränkt sich dabei nicht – wie dies in anderen Büchern der Fall ist – auf eine, sondern stellt
mehrere asiatische Traditionen vor und setzt sie zueinander in Verbindung. Dies wiederum ist
ein Brückenschlag zu modernen Papieranwendungen in den Bereichen Architektur, Textilien und
Kunst.
Neben dieser inhaltlichen Besonderheit wird die reiche und hochwertige Illustrierung des Buches
seinen Reiz unterstreichen und höchsten Ansprüchen genügen.
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